Experience Check Future Retail

Vor einigen Monaten hat in Hamburgs meistbesuchter Einkaufsstraße der neue bonprix ‚fashion connect‘ Store eröffnet. Das Besondere des Stores: digitale Elemente, die man sonst nur vom Online Shopping kennt, werden hier auf der Ladenfläche verwendet – davon wollte ich mir als langjährige Online-Shopperin und leidenschaftliche Geschäfte-Bummlerin unbedingt ein eigenes Bild machen. Was ist hier Außergewöhnliches entstanden? Der Future Store im Experience Check!

 Von außen sieht der Laden wie ein ganz normaler Fashion Store aus, dabei stecken hinter dem neuen bonprix ‚fashion connect‘ Konzept so viele digitale Überraschungen, die ich im stationären Handel noch nie, oder nur vereinzelt, gesehen habe. Der erste Überraschungseffekt ist für mich bereits beim Betreten des Stores eingetreten. Wie am Flughafenterminal habe ich mich hier per bonprix App mit dem Smartphone eingecheckt. Die App hatte ich mir bereits zuhause heruntergeladen, wie sich das Einchecken im Laden anfühlt, habe ich dann aber erst im Store erfahren. Etwas ungewöhnlich war das Einscannen zu Beginn des Fashion-Ausflugs schon. Nach einem kurzen Moment kam mir der Prozess jedoch äußerst vertraut vor: in der Bahn, am Flughafen, beim Carsharing oder auch im Fitness Studio ist der digitale Check-In mittlerweile etwas ganz Natürliches – warum also nicht auch beim Shoppen? Mit einem kleinen „Beep“-Ton, der mir die erfolgreiche Anmeldung signalisiert, startet mein Retail Erlebnis.

Die digitale Innovationskraft im Laden ist einzigartig und fühlt sich durch zahlreiche kleine erklärende Stationen ganz intuitiv an. Wenn man doch Hilfe benötigt, steht sofort eine aufmerksame Mitarbeiterin zur Seite. bonprix nennt sie die Fashion Assistants, die sich hier voll und ganz auf den Kundenkontakt konzentrieren können. Das ist möglich, da jedes Item hier nur einmal präsentiert wird, was in meiner Wahrnehmung für ein hochwertiges und ordentliches Erscheinungsbild im Store sorgt. Ich habe mich als Kundin – die Kleiderberge, gestresste Mitarbeiter und Stau an den Kassen mehr als gut kennt – endlich verstanden gefühlt. Die nächste Überraschung wartet schon am Ende des kleinen Stores auf mich: Es gibt nur eine Etage mit Kleidungsstücken. Mein Gedanke dazu: „Ja klar brauchen sie durch die One-Item-Präsentation keine vier Etagen mehr, um die gesamte Kollektion auf die Ladenfläche zu bringen!“ bonprix hat mit dieser Warenpräsentation in meinen Augen einen großen Schritt in Richtung Zukunft gemacht.

Als ich fündig geworden bin, musste ich lediglich mein Handy zum Scannen über das Preisschild halten und anschließend die gewünschte Größe auswählen. Das fühlte sich total selbsterklärend an und Barrieren gab es dabei für mich keine. Im Gegenteil: Ich denke, es ist durchaus hilfreich, dass der Laden auch anfänglichen Unsicherheiten seiner Besucher entgegenwirken möchte. So werden die ungewöhnlichen Features des Geschäfts zur Orientierung zusätzlich auf anleitenden Grafiken an den digitalen Wandmonitoren erklärt.

Im Handumdrehen war ich also voll dabei: Suchen, scannen, suchen, scannen und so weiter. Anschließend habe ich mich gegen den sogenannten Fast-Track via Sofortkauf entschieden, sondern mit Hilfe der bonprix App eine Anprobe bestellt. Während Fashion Assistant Felix meine Bestellung zum Anprobieren vorbereitet hat – ja auch das teilte mir die bonprix App mit – habe ich Zeit gehabt, um kurz in den Lounge-Bereichen auf der Ladenfläche zu entspannen. Hier habe ich Couches mit integrierten Play-Screens und zur Erfrischung die Fashion Bar mit verschiedenen Getränken vorgefunden. Nach noch nicht einmal fünf Minuten dann die Pop-Up Benachrichtigung auf meinem Handy: Felix hat deine Kabine für dich vorbereitet! Das hat sich wirklich angefühlt, wie in einer High-Fashion Boutique. Anschließend war ich also auf dem Weg in Umkleide 9, während auf meinem Smartphone ein Timer ablief, der meine Vorfreude sogar noch gesteigert hat.

Aussuchen ist eine Sache, aber Anprobieren zwischen Staub und Kleiderbügeln bei düsterem Licht stellt für mich beim Shoppen oft den viel größeren Stressfaktor dar. Aber auch bezüglich dessen hält bonprix gegen den Strom. Ich habe hier eine Umkleidekabine erlebt, die ich wirklich bisher nur aus meinen Träumen kannte – von vier verschiedenen Lichteinstellungen, für jede Stimmung zum Rumprobieren zwischen Strandlicht und Party-Licht, bis zu Nachbestellungen anderer Größen auf dem großen Screen in der Kabine, die wie von Zauberhand im integrierten Kleiderschrank landen. Einfach magisch! Als Nutzerin hinterfragst du natürlich direkt, wie die Ware in den Kleiderschrank kommt. Irgendwie war es auch ein ungewohntes Gefühl, das Gesicht der Bedienung im Lager nicht sehen zu können, als sie mir das Kleid in der anderen Größe bereitgestellt hat. Persönlich stelle ich also fest: Ein bisschen Menschlichkeit schätze ich im Punkto Service auf der Ladenfläche doch sehr. Es macht das Einkaufserlebnis lebendig. Aber auch für den Fall, das man sich zwischen der ganzen Technik mal allein gelassen fühlt, habe ich in der Kabine einen Button entdeckt, der auf Knopfdruck eine der Fashion Assistants zur persönlichen Beratung rufen lässt.

Nachhaltig glücklich macht natürlich nicht die Erlebnis-Kabine selbst, sondern wenn man etwas findet, das passt und gefällt. Solche Treffer können nach der Anprobe in die wirklich reale Shopping Bag legen, die schon in der Kabine bereit hängt – wie zuvorkommend, bonprix! Durch das sogenannte Self-Check-Out hat selbst zum Bezahlen keine lange Schlange auf mich gewartet, sondern ein Tresen mit integrierten Screens. Diese haben die Kaufabwicklungen einfach und bequem gestaltet. Zwischen diversen Zahlungs-Optionen – von Paypal bis Rechnungskauf – konnte ich hier alles wählen!

Weil der Einkauf so unglaublich spannend und schnell verlief, hätte ich eine wichtige Funktion des Stores fast vergessen: bonprix hat auch den Trend des ‚click-and-collect‘ integriert. Ich könnte mir meine neue Jeans also in der richtigen Größe in den Store liefern lassen, einchecken und mir meine individuell gefüllte Shopping Bag aus einer der Fast-Track Boxen abholen. Mein Fazit: Die Kundin ist hier wirklich Königin und ich wünsche mir, dass sich dieser kundenorientierte Ansatz weiter ausbreitet und etabliert.

Vielen Dank an Teresa, für den großartigen Einblick den den bonprix Future Store!
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